Methoden zur Früherkennung

Bestimmte Krankheiten sind zu Beginn oft nicht spürbar. Daher gibt es für diese Krankheiten ärztliche Untersuchungen, die - regelmässig durchgeführt - Veränderungen im Körper frühzeitig feststellen können. Solche Untersuchungen heissen Früherkennungsuntersuchungen. Ihr Ziel ist es, eine Krankheit frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Unter Brustkrebs-Früherkennung versteht man die gezielte Suche nach einer eventuell vorhandenen Brustkrebserkrankung bei Frauen, die sich gesund fühlen und bei denen bisher noch keine Symptome aufgetreten sind.

Frauen, die ihren Gesundheitszustand als gut einschätzen, die keine Symptome aufweisen und deren Familien kein genetisch bedingtes Risiko für Brustkrebs haben, mögen sich fragen, ob sie eine Früherkennungsuntersuchung machen lassen sollen und wie diese genau abläuft.

Die ÄrztInnen (Hausarzt, Gynäkologin), welche sie sonst aufsuchen, können das Vorgehen einer geeigneten Brustkrebs-Früherkennungsuntersuchung genau erläutern. Die für die Früherkennungsuntersuchung zuständigen SpezialistInnen sind die RadiologInnen. Das am häufigsten angewendete Früherkennungsverfahren mit einer hohen Zuverlässigkeit ist die Mammografie, die vereinzelt noch durch eine Untersuchung mit Ultraschall (Sonographie) ergänzt wird.

Die Röntgen-Untersuchung macht eine Früherkennung möglich, das heisst, es können Tumore, die kleiner als 1 cm sind, nachgewiesen werden. Eine solche Untersuchung soll in regelmässigen Abständen erfolgen, grundsätzlich alle zwei Jahre bei Frauen ab 50, bei Frauen mit besonderen Risiken auf ärztliche Empfehlung auch früher und öfter.

Es gibt verschiedene Früherkennungsmethoden:
Mammografie

Bei dieser Untersuchung werden von jeder Brust zwei Röntgenaufnahmen angefertigt. Um ein optimales Bild zu erhalten, wird jede Brust zwischen zwei Platten während einiger Sekunden zusammengedrückt. Mit dieser Untersuchung wird nicht sofort eine Krebserkrankung diagnostiziert, sondern es werden verdächtige Stellen auf dem Bild sichtbar gemacht, die für eine definitive Diagnose zusätzlich untersucht werden müssen.

Mit einer Mammografie zur Früherkennung kann Brustkrebs zwar nicht verhindert werden, sie ermöglicht jedoch, Veränderungen im Brustgewebe, die auf einen Krebs hindeuten können, im Anfangsstadium zu entdecken.
Weitere Informationen zur Mammografie

Selbstuntersuchung

Die Selbstuntersuchung der Brust ist eine einfache Methode, Veränderungen der Brust wahrzunehmen. Sie ist jedoch kein Ersatz für eine ärztliche Untersuchung oder für eine Mammografie zur Früherkennung von Brustkrebs. In den Studien zur regelmässigen Selbstuntersuchung konnte keine Reduktion der Brustkrebstodesfälle aufgezeigt werden. Dennoch ist nicht ausgeschlossen, dass im Einzelfall eine Frau von der regelmässigen Selbstuntersuchung der Brüste profitieren kann.

MRI

Ein MRI (Magnetresonanztomographie) ist ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung von Gewebestrukturen mittels Magnetfeldern und Radiowellen. Diese Technik kommt in der Brustkrebs-Früherkennung nicht routinemässig zur Anwendung, sie wird zur Abklärung von auffälligen Mammografie-Befunden eingesetzt sowie zur Früherkennung von Brustkrebs bei jungen Frauen mit einem stark erhöhten Risiko für Brustkrebs.

Ultraschall

Bei dieser Untersuchung werden mittels Ultraschall die Gewebestrukturen im Körper sichtbar gemacht.
Sie erfolgt nicht systematisch bei allen Frauen, sondern wird zusätzlich angewendet, wenn das Brustgewebe zu dicht ist, so dass eine Mammografie kein eindeutiges Ergebnis liefert. Dies ist besonders bei jungen Frauen der Fall.