Der Verband

Akteur in der Krebs-Früherkennung

swiss cancer screening ist ein zentraler Akteur im Bereich der bevölkerungsbezogenen systematischen Krebs-Früherkennungsprogramme (Screening-Programme). Er fördert und unterstützt den Aufbau und die Zusammenarbeit, Harmonisierung und Qualitätssicherung von Programmen in Kantonen und Regionen.

Der Verband swiss cancer screening engagiert sich in allen Bereichen, die einen Einfluss auf die bevölkerungsbezogene Krebs-Früherkennung haben. Dazu arbeitet er eng mit nationalen und internationalen Partnern zusammen.
Mehr zum Engagement und den Leistungen von swiss cancer screening

Im Jahr 2008 wurde der Verband als Dachverband Schweizerischer Brustkrebs-Früherkennungsprogramme von den Westschweizer Kantonen gegründet. Alle bestehenden Programme in den Kantonen sind Mitglied bei swiss cancer screening.

Herausforderung Krebs-Früherkennung

Im Rahmen von systematischen Krebs-Früherkennungsprogrammen werden Frauen und Männer in einem definierten Altersbereich regelmässig zu einer Früherkennungs-Untersuchung eingeladen. Bei Screening-Untersuchungen geht es darum, eine mögliche Erkrankung zu erkennen, bevor Symptome auftreten. Das ist dann sinnvoll, wenn eine anerkannte Methode zur Früherkennung vorliegt und die Krankheit in einem frühen Stadium erfolgreicher behandelt werden kann als in fortgeschrittenen Stadien.

Alle Prozesse und Leistungserbringer in einem Screening-Programm sind definierten Qualitätsstandards unterworfen, die immer wieder überprüft und wo nötig angepasst werden. Dies ist wichtig, damit der Nutzen möglichst gross ist und die Risiken möglichst tief gehalten werden können.

Krebs-Früherkennung in der Schweiz

Bei Brustkrebs, Darmkrebs und Gebärmutterhalskrebs ist die wissenschaftliche Datenlage für den Nutzen von systematischen Krebs-Früherkennungsprogrammen im Nationalen Krebsprogramm (2011-2015) belegt.

In der nationalen Krebsstrategie (2014-2017) wird die Realisierung von Brust- und Darmkrebsfrüherkennungs-Programmen priorisiert. Die Früherkennung von weiteren Krebsarten wird diskutiert.

Brustkrebs
  • Die Kosten der Mammografie-Untersuchung (Röntgenuntersuchung der Brust) werden im Rahmen von qualitätskontrollierten Früherkennungsprogrammen alle zwei Jahre von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung übernommen.
  • Die Untersuchung ist von der gesetzlichen Franchise befreit.
  • Frauen ab 50 Jahren werden systematisch zur Untersuchung eingeladen.
  • Brustkrebs-Früherkennungsprogramme sind bereits in vielen Kantonen umgesetzt.
Darmkrebs
  • Seit dem 1. Juli 2013 wird die Früherkennungsuntersuchung auch ausserhalb von Programmen von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung bezahlt, den Versicherten wird jedoch die gesetzliche Franchise belastet.
  • Kantone haben die Möglichkeit, auch hier entsprechende qualitätsgesicherte Programme anzubieten. Dabei werden Frauen und Männer ab 50 Jahren im Rahmen eines qualitätskontrollierten Programms systematisch eingeladen. Die obligatorisch Versicherten sind in diesem Fall von der gesetzlichen Franchise befreit. Darmkrebs-Früherkennungsprogramme sind in einigen Kantonen geplant oder bereits in der Umsetzungsphase.